SEKUNDÄRROHSTOFFE

SEKUNDÄRROHSTOFFE

Die Gewinnung von Rohstoffen wie Kupfer, Aluminium, Glas etc. verbraucht enorme Mengen Energie, führt zu z.T. beträchtlichen Umweltverschmutzungen durch den Einsatz von Chemikalien, setzt Schwermetalle frei und hinterlässt nicht mehr nutzbare Flächen. Im Gegensatz dazu lassen sich einmal gewonnene und in Geräten verbaute Rohstoffe mit vergleichsweise deutlich weniger Energieeinsatz zurückgewinnen, ohne dass schädliche Bodenveränderungen zurückbleiben.

Aus dem Recycle-Prozess resultiert die Gewinnung folgender Sekundärrohstoffe:

Metalle
Stahl ist nach wie vor einer der meist verwendeten Materialien in Elektrogeräten. Vor allem in Haushaltsgroßgeräten wie Waschmaschinen oder Elektroherden aber auch in Computergehäusen für Halterungen oder Schraubverbindungen, wird Eisen eingesetzt. Die durch unsere Partner angewandte Verfahrenstechnik erzeugt qualitativ hochwertige Stahlschrottfraktionen, die unmittelbar im Stahlhüttenprozess einsetzbar sind. Durch die direkte Einsatzfähigkeit dieses Sekundärrohstoffes kann in gleicher Größenordnung auf den energieintensiven Bergbau zur Gewinnung von Eisenerzen als Primärstoff verzichtet werden.

Aluminium
Als Leichtmetall findet Aluminium für Profile, als Gehäuse, als Kühlkörper oder bei komplexen Gussteilen Verwendung. Unsere Partner sind auf Grund ihrer installierten Anlagen und der Kompetenz ihrer Mitarbeiter in der Lage, hochwertige Aluminiumgranulate aus den Elektroaltgeräten zu produzieren. Wir trennen nach jeder Zerkleinerungsstufe sortenreine Aluminiumteile ab und verkaufen dieses Sekundäraluminium an Aluminiumschmelzwerke. Sekundär gewonnenes Aluminium bedeutet Energiesparen, denn der Energiebedarf für die Gewinnung von Sekundäraluminium ist bis zu 95% geringer als der Bedarf an Energie für die Erzeugung von Aluminium aus Primärrohstoff.

Primäraluminiumgewinnung gehört immer noch zu den Verfahren, durch die große Umweltschäden verursacht werden können. Der Aufwand an Energie und Material, sowie die Emission von Schadstoffen sind beträchtlich. Zur Herstellung einer Tonne Aluminium werden 4-5 Tonnen Bauxit benötigt. Bei der Bauxitgewinnung entstehen Landschaftsschäden, im nächsten Verfahrensschritt fällt Rotschlamm an, der deponiert werden muss. Man schätzt, dass eine Tonne Primäraluminium CO2- Emissionen im Umfang von 1,6 Tonnen verursacht sowie eine zusätzliche Tonne CO2-Äquivalente durch Perflourkohlenstoff.

Kupfer und andere Nichteisen- und Edelmetalle
Kupfer ist eines der wichtigsten Materialien in Elektrogeräten. Es wird verwendet für elektrische Leitungen, Spulen, in Motoren oder auf Leiterplatten. Im Durchschnitt findet man 14-mal mehr Kupfer in einer Tonne Elektroaltgeräteschrott als in einer Tonne abbauwürdigem Kupfererz. Ebenfalls im Elektrogerät enthalten sind Edelmetalle wie Gold, Silber und Palladium. Diese Metalle sind für die Funktion hochwertiger elektronischer Geräte unverzichtbar. Obwohl in den einzelnen Geräten nur Bruchteile eines Gramms an Edelmetallen verbaut sind, liegt der Edelmetallgehalt von Elektroaltgeräten im Durchschnitt deutlich über den Werten, die im Primärbergbau als abbauwürdig gelten. Gerade hier trägt eine Rückgewinnung sehr zur Reduzierung von Umweltschädigungen bei.

In unserer Aufbereitung wird ein Kupferkonzentrat mit ca. 60 % Kupfergehalt und weiteren Metallen wie Nickel, Blei und Zinn erzeugt. In diesem Konzentrat werden auch die Edelmetalle signifikant angereichert. Das Konzentrat wird in Kupferhütten in den Prozess der Kupferherstellung eingebracht und eingeschmolzen. Nach einer aufwändigen pyro- und hydrometallurgischen Prozesskette liegen letztlich hochreines Kupfer, Gold, Silber und Palladium vor. Diese Metalle werden wieder für die Herstellung neuer Produkten eingesetzt.

Kunststoffe
zur stofflichen Wiederverwertung
Gehäuse und andere Baugruppen von Elektroaltgeräten bestehen aus Kunststoffen. Durch den mechanischen Aufbereitungsprozess lassen sich sowohl sehr reine Fraktionen wie zum Beispiel ABS gewinnen als auch bestimmte Kunststoffgruppen wie Polyolefine. Aus diesen Kunststoffen werden durch Wiedereinschmelzen (Extrusion) neue Produkte wie Gehäuseteile hergestellt. Der dafür nötige Primärrohstoff Erdöl wird dadurch vollständig ersetzt.

Kunststoffe zur energetischen Verwertung
Da auf Grund ihrer stofflichen Eigenschaften bestimmte Kunststoffarten nicht für den Wiedereinsatz geeignet sind, wird der hohe Heizwert des aus Erdöl produzierten Werkstoffs genutzt und ein Ersatzbrennstoff hergestellt. Einsatzgebiete sind unter anderem die Zementindustrie, um den Brennstoff Öl zu ersetzen, sowie Heizkraftwerke die durch die Verbrennung Wärme und elektrische Energie produzieren. Bei allen Einsatzfällen als Ersatzbrennstoff zur energetischen Verwertung werden Energien zur aufwendigen Förderung von Kohle, Erdöl oder Erdgas gespart.

Glas

Sekundärrohstoffe werden im Rahmen der Rohstoffwirtschaft zum zweiten oder wiederholten Mal genutzt. Sie werden aus entsorgtem Material gewonnen und dienen als Ausgangsstoffe für neue Produkte. Mit der Übernahme Ihrer Sekundärrohstoffe schonen wir natürliche Ressourcen und leisten einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung.
Die Übernahme Ihres Materials erfolgt als ballierte oder lose Ware mittels unserer hauseigenen Logistik.
Je nach Materialqualität bieten wir Ihnen echt starke Vergütungspreise. Fragen Sie uns nach Ihrem Angebot!
Folgende Sekundärrohstoffe übernehmen wir und führen diese dem Recycling zu:

  • Glas
  • Flachglas
  • Hohlglas / Behälterglas
  • Sonderglassorten
  • Drahtglas
  • Textilien / Alttextilien / Altkleider
  • PVC Rahmen / PVC Kabelummantellungen
  • PUR Mehl / Staub / Briketts
  • PUR Schaumstoffe
  • Silo-/Agrarfolie
  • PET Flaschen / PET Flakes
  • Metalle Fe/Ne
  • Glas längst ein unentbehrlicher Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden und findet Anwendung als:

    • Behälterglas (z.B. Getränkeflaschen / Verpackungsglas / Pharmazieglas /
    • Opalglas / Beleuchtungsglas)
    • Flachglas (z.B. Floatglas, Gussglas, Auto Glas, Sicherheitsglas, Spiegel)
    • Gebrauchs- und Spezialglas
(z.B. optische Flachgläser, Elektronikglas,
    • Fernsehglas)
    • Kristall- und Wirtschaftsglas (z.B. Bleiglas, Bleikristallglas)
    • Gläser aus der Veredelung (z.B. Thermometer, Laborgeräte, Ampullen)
    • Mineralfaser (z.B. Glaswolle)

    Dem umweltfreundlichen Sekundärrohstoff Altglas kommt bei der Glasherstellung eine zentrale Bedeutung zu. Durch hohe, von den Aufbereiten gewährleistete Qualitätsvorgaben der Glashütten an die Scherbenqualität, entstehen neue Glasbehälter von höchster Güte. Kaum ein anderer Verpackungswerkstoff eignet sich für die Mehrfachnutzung so hervorragend und umweltfreundlich. Zur Wiederverwertung lässt er sich immer wieder einschmelzen, ohne seine Stoffeigenschaften zu verändern. Dank seiner glatten und chemisch unangreifbaren Oberfläche lässt er sich hygienisch reinigen und in Mehrwegsystemen bis zu 50mal neu befüllen.